Vorsorge

Krebsfrüherkennung bei Männern

Zur Früherkennung von Hoden-, Prostata-, Enddarm- und Lymphknotenkrebs sollten Männer ab dem Alter von 45 Jahren einmal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen (wird von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt). Diese Untersuchung wird häufig zusammen mit der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung durchgeführt (Gesundheits-Check).

Hautkrebsfrüherkennung

Die Hautkrebsfrüherkennung ist einfach und effektiv. Der Arzt inspiziert die gesamte Haut und kann so auch kleine Hautkrebse erkennen. Durch frühzeitiges Entfernen von Hautkrebsen kann der Patient geheilt werden. Diese Untersuchung wird ab dem 35. Lebensjahr alle  2 Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Vorsorge-Darmspiegelung

Zur Früherkennung von Darmkrebs wird ab dem 56. Lebensjahr eine Vorsorgedarmspiegelung empfohlen, die nach 10 Jahren wiederholt werden sollte. Durch diese Untersuchung kann der Darmkrebs bereits im frühen Entwicklungsstadium sicher erkannt und einer Behandlung zugeführt werden (wird von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt).

Stuhlteste zur Darmkrebsfrüherkennung

Durch Nachweis von Blut im Stuhl mittels Testbriefen kann in manchen Fällen ein Darmkrebs frühzeitig erkannt werden (wird von der gesetzlichen Krankenkasse ab dem 51. Lebensjahr bezahlt). Ca 60% der Darmkrebse bluten jedoch nicht und können deshalb mit dieser Methode auch nicht erkannt werden. Die Untersuchung auf Blut im Stuhl ist deshalb kein Ersatz für die Vorsorge-Darmspiegelung.
Es gibt jetzt auch bessere Stuhlteste, mit deren Hilfe Darmkrebse deutlich häufiger erkannt werden (z.B. M2-PK-Stuhltest). Diese Teste werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt.

Ultraschall von Bauch und Schilddrüse

Zur frühzeitigen Diagnose von Krebserkrankungen der Nieren, der Nebennieren, der Leber, der Bauchspeicheldrüse, der Gallenwege und –blase, der Milz, der Bauch- und Halslymphknoten, der Schilddrüse und der Nebenschilddrüsen ist eine jährliche Ultraschalluntersuchung durch einen erfahrenen Untersucher sinnvoll. Dabei können auch andere Erkrankungen erkannt werden: z.B. Entzündungen der genannten Organe und des Darmes, Zysten, Gallen- und Nierensteine, Fehlbildungen, Erweiterungen der Bauchschlagader, Blutgerinnsel, etc. Diese Vorsorgeuntersuchung wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt.

Labor-Vorsorgeuntersuchung

In manchen Fällen verursacht eine Krebserkrankung schon zu einem Zeitpunkt eine Veränderung der Blutwerte, zu dem man sie in der Ultraschalluntersuchung noch nicht feststellen kann. Wir empfehlen Ihnen deshalb eine jährliche Untersuchung der Blutwerte. Damit können auch frühzeitige Hinweise auf eine Vielzahl anderer Erkrankungen gewonnen werden. Detaillierte Informationen über die einzelnen Laborwerte finden Sie unter "Labor-Check".

Tumormarker

Tumormarker sind spezielle, im Blut befindliche Stoffe, die von bestimmten Krebsarten produziert werden. Leider sind sie bis auf eine Ausnahme zur Früherkennung von Krebserkrankungen nicht geeignet! Sie werden hauptsächlich in der Verlaufskontrolle verschiedener Krebserkrankungen eingesetzt. Der einzige zur Vorsorge geeignete Tumormarker ist das Prostata-Spezifische Antigen (PSA). Eine Erhöhung des PSA-Wertes kann auf einen Prostatakrebs hinweisen, er kann aber auch aus anderer Ursache erhöht sein. Bei erhöhtem PSA sollte zur weiteren Abklärung eine Probeentnahme aus der Prostata mittels einer Nadel durchgeführt werden. Die Bestimmung des PSA-Wertes wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt.

Urinuntersuchung

Die einfache Urinuntersuchung auf Blut und Eiweiß ist eine sehr wichtige Vorsorgeuntersuchung und ist Bestandteil der gesetzlichen Vorsorge. Blut und Eiweiß im Urin können auf Erkrankungen der Harnwege hinweisen.
Zur frühen Erkennung des Harnblasenkrebses können wir den Urin zusätzlich auf ein bestimmtes Eiweiß untersuchen (NMP22). Mit diesem Test erkennt man 90 Prozent der Harnblasenkarzinome.