Labor-Check

Zur Früherkennung verschiedener Erkrankungen empfehlen wir Ihnen, die unten aufgeführten Blutwerte jährlich bestimmen zu lassen. Die Kosten der Blutzucker- und Cholesterinbestimmung werden bei Personen ab dem 36. Lebensjahr jedes zweite Jahr von der gesetzlichen Krankenkasse getragen. Die anderen Laborwerte werden als Vorsorgeleistung nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt.

Großes Blutbild

Das große Blutbild gibt die Anzahl der verschiedenen Blutzellen in einem definierten Blutvolumen an (rote und weiße Blutkörperchen, Blutplättchen, verschiedene Vorstufen der weißen Blutkörperchen). Mit dieser Untersuchung können verschiedene Blutkrebsarten, die Blutarmut oder eine Knochenmarksstörung erkannt werden.

Alkalische Phosphatase (AP)

Die AP ist bei einer Störung des Galleflusses oder bei manchen Knochenerkrankungen (z. B. Knochentumor) erhöht. Die AP kann frühe Hinweise auf einen Gallengangskrebs oder auf eine chronische Gallengangsentzündung, die zur Leberzirrhose führen kann, geben. Der Gallengangskrebs kann bei früher Diagnose noch durch eine Operation geheilt werden. Bei chronischen Gallengangsentzündungen kann durch eine frühe Therapie die Entwicklung einer Leberzirrhose verzögert werden.

Bilirubin (gelber Blutfarbstoff)

Das Bilirubin ist bei einem Zerfall von roten Blutzellen und bei einer Galleabflussstörung erhöht. Bei Galleabflussstörungen ist es nicht so empfindlich wie die AP und die gamma-GT.

Gamma-GT

Die gamma-GT zeigt wie die AP eine Störung des Galleflusses an.
Sie kann ebenfalls frühe Hinweise auf einen Gallengangskrebs oder auf eine chronische Gallengangsentzündung, die zur Leberzirrhose führen kann, geben. Der Gallengangskrebs kann bei früher Diagnose noch durch eine Operation geheilt werden. Bei chronischen Gallengangsentzündungen kann durch eine frühe Therapie die Entwicklung einer Leberzirrhose verzögert werden.

GOT und GPT

GOT und GPT zeigen einen Schaden der Leberzellen an. Sie sind bei Lebertumoren und Entzündungen der Leber erhöht. Sie ermöglichen z.B. die Diagnose einer Virus- oder auch Autoimmunhepatitis, die unbehandelt in vielen Fällen zur Leberzirrhose führen.

C-reaktives Protein (CRP)

Das CRP ist bei allen Entzündungen erhöht. Ein normales CRP schließt eine relevante Entzündung im Körper aus.

Harnsäure (HSR)

Ein erhöhter Harnsäurewert weist entweder auf eine Nierenfunktions­störung oder auf eine zu purinreiche Ernährung hin. Die Harnsäure ist ein Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen und ist der Auslöser der Gicht.

Kreatinin

Ein erhöhtes Kreatinin deutet auf eine Nierenfunktionsstörung hin. Chronische Nierenfunktionsstörungen sind leider meistens unumkehrbar und müssen frühzeitig behandelt werden, um nicht fortzuschreiten.

Lactatdehydrogenase (LDH)

Die LDH zeigt den Zerfall von Körperzellen an. Sie ist häufig bei Krebserkrankungen erhöht, meistens allerdings erst in fortgeschrittenen Stadien.

Creatininkinase (CK)

Die CK ist bei einem Zerfall von Muskelzellen erhöht. Sie kann zum Beispiel auf chronische Muskelerkrankungen hinweisen.

Natrium, Kalium, Calcium (Na, K, Ca)

Natrium, Kalium und Calcium sind die wichtigsten Mineralstoffe im Körper. Um die normale Körperfunktion zu erhalten, dürfen sie weder erniedrigt noch erhöht sein. Eine Veränderung dieser Werte kann auf einen hormonproduzierenden Tumor oder auf eine Resorptionsstörung im Darm hinweisen.

Glucose (Blutzucker)

Mit der Glucosebestimmung wird der Diabetes mellitus diagnostiziert. Eine frühe Behandlung des Diabetes ist erforderlich, um die gefürchteten Folgeschäden zu verhindern (Herzinfarkt, Blindheit, Nierenversagen, etc).

Cholesterin, HDL, LDL, Triglyceride

Diese Werte bestimmen in einem beträchtlichen Maß das Risiko einer Person, eine Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) zu entwickeln. Die Arteriosklerose führt zu schweren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, etc.

Gesamteiweiß, Eiweißelektrophorese

Die Eiweißelektrophorese unterteilt das Gesamteiweiß in verschiedene Eiweißfraktionen. Diese Untersuchung kann Hinweise auf einen Immundefekt, auf einen Blutkrebs, auf Entzündungen oder auf chronische Leber- und Nierenerkrankungen geben.

Quick, PTT

Diese Werte zeigen Blutgerinnungsstörungen und Leberfunktions­störungen an.

Thyroidea-Stimulierendes Hormon (TSH)

Das TSH zeigt Störungen der Schilddrüsenfunktion an. Ein normales TSH schließt eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse aus.