2.Schwangerschaftsdrittel (2. Trimenon)

3D-/4D-Ultraschall. Diese Untersuchung wird am besten zwischen der 24. Und 28. SSW durchgeführt. Mittels dieser besonderen Ultraschalltechnik ist es möglich, Ihr Kind "lebensecht" darzustellen. Hier geht es uns weniger um einen diagnostischen Nutzen der Untersuchung als vielmehr darum, Ihnen eine unvergessliche Erinnerung für`s Leben zu bereiten. Durch die 4. Dimension ist die Darstellung von Bewegungen wie das Öffnen des Mundes oder das Lutschen am Daumen möglich. Diese Sequenzen können wir Ihnen als Video aufzeichnen. Bringen Sie also bitte einen formatierten Stick oder eine DVD zur Untersuchung mit! Leider gibt es manchmal eine ungünstige Kindslage oder ungünstige Untersuchungsbedingungen, die die Bildqualität einschränken können bzw. sogar unmöglich machen.

Schwangerschaftsdiabetes. Der Blutzuckerbelastungstest ist eine wichtige Untersuchung, um einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)aufzudecken. Er wird in der 24. bis 28. SSW durchgeführt. Durch die plazentare Produktion von Hormonen (humanes Plazentalaktogen) und Östrogene  oder durch Fehlernährung kommt es zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Schafft es der Körper nicht gegenzuregulieren, resultieren erhöhte Blutzuckerwerte. Die hohen Blutzuckerkonzentrationen gehen schließlich über den Mutterkuchen und die Nabelschnur auf das Kind über. Das Kind reagiert mit einer eigenen erhöhten Insulinproduktion und baut den Zucker als Fett in den eigenen Körper ein. Hierdurch wird das Kind dicker und größer (Makrosomie). Gleichzeitig produziert das Kind mehr Urin, wodurch die Fruchtwassermenge zunimmt. Dieses sind Risikofaktoren für eine Frühgeburt und für eine erschwerte Entbindung (häufiger Kaiserschnitte und Saugglockenentbindungen). Die Durchblutung im Mutterkuchen kann ebenfalls gestört sein und muss überprüft werden. Diese Kinder werden wiederum schlechter versorgt und können im Mutterleib sterben. Diese Kinder fallen nicht durch ihr großes Gewicht auf, sondern zeigen normale Biometriewerte (normale Größe)!
Das heißt also, dass die normalgroßen Kinder die am stärksten gefährdeten Kinder sind! Wird ein Gestationsdiabetes festgestellt, kann er durch Ernährungsumstellung und selten durch zusätzliche Insulintherapie gut behandelt werden. Weiterhin werden engmaschige Kontrollen der kindlichen Entwicklung und Versorgung veranlasst.